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Leck mich!

Die Mineralstoffversorgung spielt in der Fütterung eine große Rolle. Warum sind Minerallecksteine und Viehsalz so wichtig?
Der Bedarf an Natrium kann über das Grundfutter vielfach nicht gedeckt werden. Eine Unterversorgung mit Natrium kann zu veränderten Gefrierpunkten in der Anlieferungsmilch und noch schlimmer zu Fruchtbarkeitsproblemen verschiedener Art führen. Stillbrünstigkeit, eine unregelmäßige Brunst, Zysten oder eine geringere Milchleistung können die Folge sein. Durch das Zufüttern von Viehsalz und Mineralfutter oder das Bereitstellen von Salz- und/oder Minerallecksteinen können solche Probleme vermieden werden. Jedoch sollte das Grundfutter zuerst immer labortechnisch analysiert werden, um die Tiere auch stets bedarfsgerecht mit allen Mineralstoffen zu versorgen. Grundlage jeder Rationsberechnung ist eine Grundfutteruntersuchung, die auch die Mineralstoffe berücksichtigt! Bei laktierenden Kühen wird beispielsweise eine tägliche Ergänzung von 30 g bis 50 g Viehsalz empfohlen.
Neben der Grundfutteruntersuchung kann auch die Tierbeobachtung auf einen möglichen Mangel an Mengen- und Spurenelementen hinweisen. Wenn die Tiere z.B. eine extreme Lecksucht im Stall an den Tag legen, muss ihnen unbedingt Viehsalz und Mineralfutter angeboten werden.
Damit die Kühe das ganze Jahr über optimal versorgt werden, kann das Viehsalz und das Mineralfutter direkt in das Futter/Mischration eingebracht oder als Leckstein angeboten werden. Das Bereitstellen von speziell Natrium über Lecksteine fördert die Wasseraufnahme. Daher ist eine optimierte Wasserversorgung in der Nähe von Lecksteinen zu garantieren. Viele Lecksteine werden zwar von den Tieren sehr gerne angenommen, zerbrechen aber sehr bald in ihren Halterungen in viele Einzelstücke und landen auf dem schmutzigen Stallboden. Damit sind sie für die Kühe unattraktiv und landen in der Gülle. Zudem geht bei den klassischen Lecksteinhalterungen in Höhe der Tränken während des Schleckens wertvoller Speichel verloren, der aus dem Maul auf den Boden tropft. Speichel steht für eine puffernde Wirkung in Sachen Pansen-pH und gehört folglich nicht auf den Boden, sondern in den Pansen. Eine eindeutig bessere und verlustärmere Variante stellen deshalb Lecksteine dar, die sehr hart verpresst und damit witterungsbeständig und für Außenklimaställe bestens geeignet sind. Werden diese Lecksteine in einer Höhe von 1,80 m angebracht, sind die Kühe gezwungen, diese zu drehen. Eine in vielen von Langeweile geprägten Ställen willkommene Beschäftigungstherapie! Damit passiert eine sehr gleichmäßige Abnutzung und zum Schluss bleibt nur ein kleiner Ring, der dann als Verlust zu buchen ist. Ist aber eine ungleichmäßige Abnutzung zu beobachten, so müssen die Steine höher gehängt werden. Die Körperhaltung bei einem „Überkopfarbeiten“ in einer Höhe von 1,80 m zwingt die Kühe automatisch zum Abschlucken des aktuell produzierten Speichels. Pansengesundheit pur und damit ein kleiner, aber sehr wertvoller Beitrag zum Tierwohl aus Sicht der Fütterung!

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